Vom Postgeschäft zum 360°‑Logistiker
Ergebnisse der Zusammenarbeit:
- gemeinsame Stoßrichtung für die Weiterentwicklung des Portfolios
- neue Struktur für Angebote und Services aus Kundenperspektive
- geschärftes Wissen über Marktbewegungen, Trends und neue Wettbewerbsdynamiken
- direktes Kundenfeedback als belastbare Entscheidungsgrundlage
- stärkere Verzahnung der Marken und markenübergreifendes Denken
- höhere Relevanz der Dachmarke MEDIA Logistik als verbindendes Element
- Quickwins für die Optimierung bestehender Leistungen und Services

Der Kunde: Logistik mit neuem Radius
MEDIA Logistik ist ein Logistikdienstleister aus Dresden mit starken Wurzeln im Postgeschäft. Heute bündelt das Unternehmen unter seiner Dachmarke Leistungen aus Post, Kurier und Fulfillment und positioniert sich als 360°-Logistiker für das digitale Zeitalter. Genau dieser Entwicklungsschritt macht den Kunden so spannend: Aus gewachsenen Einzelleistungen entsteht ein breiteres, schlüssiges Angebot für Geschäftskunden, die Komplexität abgeben und Verlässlichkeit gewinnen wollen. Die große Aufgabe dabei: aus mehreren starken Leistungsbausteinen ein gemeinsames Bild machen, das nach innen trägt und nach außen überzeugt.

Die Strategie: Portfolio ordnen, Zukunft öffnen
Die Ausgangslage: Viel Angebot, aber noch keine gemeinsame Klammer
2021 stand die Portfolioüberprüfung von PostModern und KurierModern an. Der Anlass war nicht ein Mangel an Leistung, eher das Gegenteil. Das Unternehmen hatte sich weiterentwickelt, neue Möglichkeiten waren sichtbar geworden und damit wurde auch die Frage dringlicher, wie das gesamte Angebot logisch geordnet, verständlich benannt und strategisch weitergedacht werden kann. Es ging also nicht nur um einzelne Services, sondern um die größere Klammer: Was gehört zusammen, was hat Zukunft und wie wird daraus ein Angebot, das aus Kundensicht Sinn ergibt?
Unser Ansatz: Erst alle Perspektiven auf den Tisch
Wir haben uns neuen Angeboten und bestehenden Leistungen nicht nur aus einer Richtung genähert, sondern aus mehreren gleichzeitig. Im Workshop mit dem Vertrieb wurde Kundenwissen aus dem Alltag sichtbar. Parallel dazu haben wir Marktbewegungen, Innovationen etablierter Player und neue Impulse aus Startups gescreent. Szenario-Studien haben gezeigt, welche Rolle Logistik in Dystopien oder Utopien einnimmt. Was manchmal dramatisch klingt, verändert den Blick auf die eigene Kompetenz da nochmal entscheidend.
Im Matching-Workshop haben wir all das mit den Kernkompetenzen und Ressourcen der MEDIA Logistik übereinandergelegt und daraus konkrete Ableitungen getroffen: für die Optimierung bestehender Angebote, für bessere Verknüpfungen zwischen den Marken und für langfristige Entwicklungspotenziale.

Die Bedenken: Keine Luftschlösser, bitte
Im Prozess war sehr klar, worauf es ankam: keine langen Entwicklungsphasen, die viel Energie binden und am Ende an der Realität des Marktes vorbeigehen. Neue Ideen mussten schnell mit Kundenfeedback, Vertriebswissen und operativer Machbarkeit zusammengebracht werden. Genau deshalb war der Realitätscheck kein netter Zusatz, sondern Kern der Vorgehensweise. Sämtliche Ideen haben wir direkt im Kundengespräch validiert und priorisiert.

Die Besonderheit: Aus Silos wurde Zusammenspiel
Besonders war nicht nur die Breite der Quellen, sondern das, was während des Prozesses zwischen den Marken passiert ist. Post, Kurier und Lager wurden nicht länger nur als nebeneinanderstehende Einheiten betrachtet, sondern als Teile eines größeren Angebots. Dieser Perspektivwechsel war in den Workshops teilweise richtig spürbar. Ein Aha-Moment. Das war enorm wertvoll. Denn genau dort wurde sichtbar, dass die Dachmarke MEDIA Logistik als verbindendes Element eine deutlich größere Rolle spielt als bisher vermutet: für die Wahrnehmung als großen All-in-one-Logistiker, für die interne Orientierung und auch für die Arbeitgeberkommunikation.
Die Umsetzung: Erst die Logik, dann die Marke
Die Umsetzung: Erst die Logik, dann die Marke
Unsere Leistungen waren nach außen nicht direkt sichtbar, weil O|K die Marken- und Werbeagentur war. Genau darin lag aber auch die Stärke dieser Konstellation: Wir haben die strategische Grundlage erarbeitet, auf der das spätere Markenkonzept aufsetzen konnte. So flossen die Erkenntnisse aus Unternehmensstrategie, Kundenfeedback, Trends und internen Perspektiven in die weitere Markenarbeit ein. Besonders relevant war dabei die Erkenntnis, dass die Dachmarke MEDIA Logistik als Klammer über den Produktmarken mehr Strahlkraft besitzt als zuvor angenommen, nach außen im Markt und nach innen als gemeinsamer Bezugspunkt.


„Spannend war der Blick auf die eigenen Kompetenzen und Ressourcen, in dystopischen oder utopischen Szenarien. Die klingen vielleicht sehr dramatisch, machen aber sichtbar, was ein Unternehmen wirklich kann. Ein echter Aha-Moment.“
Elisa Suslow
Strategin, VOR



