Markenpositionierung für Bildungssoftware mit Superkraft
Academic Hero will den Hochschulalltag digital einfacher machen, doch wie lässt sich der Nutzen eines vielfältigen Softwareportfolios verständlich vermitteln und für weiteres Wachstum nutzen? Gemeinsam mit VOR ging das Unternehmen dieser Frage auf den Grund.
Ergebnisse der Zusammenarbeit
- Geschärfte Markenpositionierung und strategische Ausrichtung
- Eigenständiges Corporate Design mit digitaler Superkraft
- Zielgruppengerechtes Website-Konzept und Design

Der Kunde: Digitale Lösungen für den Hochschulalltag
Hinter Academic Hero steht der Softwarehersteller Brain Appeal mit umfassender Expertise in der Softwareentwicklung, TYPO3 und den besonderen Anforderungen des Bildungssektors. Unter der Produktmarke Academic Hero bündelt das Unternehmen verschiedene SaaS-Lösungen, die administrative Abläufe an Hochschulen und weiteren Bildungseinrichtungen digitalisieren. Ob wiederkehrende Aufgaben, komplexe Workflows oder technische Anforderungen: Die Produkte sollen Prozesse vereinfachen und Mitarbeitende im Alltag entlasten. Dabei berücksichtigt Brain Appeal auch branchenspezifische Anforderungen wie Datenschutz, Barrierefreiheit und öffentliche Beschaffungsprozesse.


Die Strategie: Aus Softwarevielfalt wird Markenstärke
Die Ausgangslage:
Viel Potenzial, zu wenig Profil
Academic Hero hatte viel zu bieten: tiefes Branchenwissen, leistungsfähige Software und ein wachsendes Portfolio. Doch die bisherige Vision war weit gefasst, die Marktpositionierung wenig trennscharf und das Zusammenspiel der Produkte nach außen kaum erkennbar. Gleichzeitig standen Wachstumsziele und die mögliche Erweiterung des Ökosystems im Raum, ohne dass eine klare strategische Roadmap vorlag. Auch die Kommunikation brauchte einen neuen Fokus: weniger parallele Maßnahmen, mehr erkennbare Vorteile für die Menschen, die täglich mit den Lösungen arbeiten.
Unser Ansatz:
Vom Produktdenken zum Kundennutzen
Im gemeinsamen Strategieprozess mit Brain Appeal rückten wir die entscheidenden Fragen in den Mittelpunkt: Wofür steht Academic Hero, welche Rolle spielen die einzelnen Produkte und wie lässt sich das Unternehmen im Bildungsmarkt klar positionieren? Aus Kundeninterviews, Analysen und intensiven Diskussionen entstand eine geschärfte Vision mit klaren Prioritäten für die weitere Entwicklung. Besonders wichtig war der Perspektivwechsel: Was brauchen die unterschiedlichen Zielgruppen im Hochschulalltag und welchen konkreten Nutzen bieten ihnen die Lösungen? Diese Erkenntnisse bildeten die Grundlage für eine gezieltere Kommunikation und digitale Kundengewinnung.
Die Bedenken:
Wenn der schnelle Relaunch warten muss
Der Wunsch nach einem zeitnahen Website-Relaunch war zunächst ein wichtiger Antrieb für das Projekt. Doch mit der strategischen Arbeit wurde deutlich, wie viele grundlegende Entscheidungen dafür noch getroffen werden mussten. Die intensive Auseinandersetzung mit Positionierung, Zielgruppen und Portfolio erforderte mehr Zeit als ursprünglich erwartet. Im Verlauf der Zusammenarbeit wuchs das gemeinsame Verständnis dafür, dass diese Vorarbeit entscheidend ist, um den neuen Auftritt langfristig sinnvoll weiterzuentwickeln.
Die Besonderheit:
Das Ökosystem wird zur Stärke
Für Academic Hero bedeutete die Neuausrichtung auch, das bisherige Verständnis von Kundenorientierung zu hinterfragen. Denn jede individuelle Sonderlösung bindet Entwicklungsressourcen und erschwert die Skalierung der Produkte. Künftig sollen standardisierte SaaS-Angebote und eine strukturierte, an tatsächlichen Nutzerbedürfnissen orientierte Produktentwicklung mehr Wachstum ermöglichen. Gleichzeitig rückt das Zusammenspiel der Lösungen stärker in den Vordergrund: Ein Produkt kann ein konkretes Problem lösen, mehrere Produkte können ganze Arbeitsabläufe vereinfachen.

„Unsere anfängliche Erwartungshaltung bezüglich eines ‚schnellen‘ Launchs der neuen Webseite wurde im Laufe des Prozesses revidiert, da deutlich wurde, dass eine strategische Betrachtung und die solide Grundsteinlegung der Ausrichtung von entscheidender Relevanz sind.“
Jennifer Blum
Projektmanagement, Brain Appeal




Die Umsetzung: Digitale Superkraft bekommt ein Gesicht
Eine Marke mit Wiedererkennungswert
Wie übersetzt man ein breites Softwareportfolio in einen Markenauftritt, der eigenständig wirkt und digital funktioniert? Die Antwort liegt in einer reduzierten Bildmarke, die den Hero-Gedanken aufgreift: Ein abstrahierter Stern verbindet den Anspruch an besondere Leistungen mit einer aufwärtsgerichteten Bewegung.
Der gestalterische Anspruch war hoch. In einem intensiven gemeinsamen Entwicklungsprozess wurden Details geprüft, Varianten geschärft und die visuelle Identität konsequent weiterentwickelt. So entstand ein Markenbild, das den technologischen Anspruch von Academic Hero sichtbar macht und zugleich eine eigenständige Persönlichkeit entwickelt.
Wenn Software zur Superkraft wird
„Wenn deine Verwaltungssoftware sich anstellt wie ein Erstsemester …“ Mit solchen Botschaften setzt die neue Kommunikation genau dort an, wo Hochschulmitarbeitende täglich auf Hindernisse stoßen. Die entwickelte Textmechanik greift typische Probleme aus dem Bildungsalltag auf und beantwortet sie mit einem einfachen Versprechen: „Wir helfen mit digitaler Superkraft.“
Das Keyvisual verbindet die neue Bildmarke mit den entwickelten Personas in typischen Arbeitssituationen des Hochschulalltags.
Eine Website, die Fragen beantwortet
Auch der neue Webauftritt folgt konsequent der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer. Statt sich in Produktdetails zu verlieren, führt das von VOR entwickelte Konzept durch konkrete Anwendungsfälle, Produktvorteile und passende Lösungen. Vergleichstabellen, Referenzen, Vertrauenssignale, FAQ und ein Zeitersparnisrechner sollen dabei helfen, Angebote besser einzuordnen und Entscheidungen vorzubereiten. Klare Kontaktmöglichkeiten erleichtern den nächsten Schritt.
Die Aufgaben waren bewusst aufgeteilt: VOR verantwortete die Website-Konzeption sowie das UX- und UI-Design. Die technische Programmierung und die Inhalte setzte Brain Appeal mit den eigenen Inhouse-Kompetenzen um.

„Das bedeutendste Ergebnis ist zweifellos das gelungene Facelift unseres Markenbilds. Es hat unsere Erwartungen wirklich positiv überrascht, auch nach anfänglichen Startschwierigkeiten. Zudem konnten wir durch den Prozess eine klarere Ausrichtung und Zielgruppensprache definieren, was uns nun eine solide Grundlage für künftige Aktivitäten bietet.“
Jennifer Blum
Projektmanagement, Brain Appeal













