HR-Kampagne für Steuerprofis mit ungeahnten Talenten
Zwischen Fachkräftemangel und verstaubtem Berufsimage entwickelte SCHNEIDER + PARTNER gemeinsam mit VOR eine HR-Kampagne, die mit ungewöhnlichen Berufsvergleichen neugierig auf die vielfältige Arbeitswelt der Steuerberatung macht.
Ergebnisse der Zusammenarbeit
- Aufmerksamkeit und Gesprächsstoff intern wie extern
- Bewerbungen auch von Quereinsteigenden
- Wachsendes Bewusstsein für die gemeinsame Beratergruppe

Der Kunde: Steuerberatung mit vielen Perspektiven
Die SCHNEIDER + PARTNER Beratergruppe vereint unterschiedliche Kompetenzen und Gesellschaften rund um die Steuerberatung und angrenzende Beratungsleistungen. Ihre Stärke liegt in der Vielfalt fachlicher Perspektiven und Aufgaben, die weit über das verbreitete Bild vom Steuerbüro hinausgehen. Zum Zeitpunkt der Zusammenarbeit agierten die einzelnen Einheiten jedoch in vielen Bereichen weitgehend eigenständig. Die gemeinsame Identität als Beratergruppe sollte deshalb stärker erlebbar werden, für die Mitarbeitenden ebenso wie für potenzielle Bewerbende.


Die Strategie: Mehr als Zahlen und Paragrafen
Die Ausgangslage:
Ein Beruf mit Imageproblem
Fachkräfte in der Steuerberatung sind begehrt, qualifizierter Nachwuchs ist knapp. Auch SCHNEIDER + PARTNER suchte dringend neue Mitarbeitende und wollte sich in einem umkämpften Arbeitsmarkt deutlicher als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Hinzu kam ein hartnäckiges Branchenimage: Steuerberatung gilt vielen als zahlenlastig, trocken und wenig abwechslungsreich. Dabei bietet der Beruf weit mehr, als die gängigen Vorstellungen vermuten lassen. Genau diese Diskrepanz sollte die HR-Kampagne aufgreifen und für neue Aufmerksamkeit nutzen.
Unser Ansatz:
Vertraute Jobs neu übersetzt
Was hat eine Hebamme mit Steuerberatung zu tun? Mehr als gedacht, denn wer Unternehmen bei der Gründung begleitet, leistet auf seine Weise Geburtshilfe. Aus dieser Beobachtung entwickelten wir eine kreative Leitidee, bei der Mitarbeitende ihre tatsächlichen Tätigkeiten mit vermeintlich branchenfremden Berufen verglichen. So wurden aus Steuerberatenden im übertragenen Sinne Hebammen, Forensiker oder Mathematiker. Die ungewöhnlichen Selbstbeschreibungen eröffneten einen neuen Blick auf die Kompetenzen und die Vielfalt des Berufsalltags.
Die Bedenken:
Zwischen Mut und Seriosität
Die ungewöhnlichen Berufsvergleiche stießen bei SCHNEIDER + PARTNER zunächst auf Skepsis. Würden potenzielle Bewerbende die Botschaften verstehen? Und wie viel Humor verträgt ein seriöses Beratungsunternehmen? Die Idee musste deshalb fachlich nachvollziehbar bleiben und zugleich genügend Aufmerksamkeit erzeugen. Als Ergänzung entstand eine zurückhaltendere Kampagnenlinie, die vor allem im Printbereich eingesetzt wurde.
Die Besonderheit:
Gemeinsam stärker werden
Die HR-Kampagne war eingebettet in einen größeren Veränderungsprozess der SCHNEIDER + PARTNER Beratergruppe. Die einzelnen Gesellschaften arbeiteten lange weitgehend eigenständig, sodass die Vorteile einer gemeinsamen Gruppe im Alltag noch wenig sichtbar waren. Parallel zur externen Kampagne begleitete VOR deshalb die interne Kommunikation rund um den Gedanken #zusammenstark. Freiwillige Markenbotschafter, gemeinsame Veranstaltungen und Beteiligungsformate sollten den Austausch zwischen den Einheiten fördern und den Gruppengedanken mit Leben füllen. Dahinter stand eine klare Reihenfolge: Erst muss intern verständlich werden, was die Gruppe verbindet, damit ihre gemeinsamen Stärken auch nach außen überzeugend kommuniziert werden können.



„Reizvoll war die Interpretation der klassischen Berufe im Steuerberatungsumfeld und ihre Übersetzung in scheinbar branchenfremde Tätigkeiten. Eine Hebamme im Steuerbüro klingt zunächst völlig abwegig. Aber wir haben den Brückenschlag geschafft: Die Beratung von Unternehmensgründern ist der Geburtshilfe durchaus ähnlich, nur eben unter steuerlichen Gesichtspunkten.“
Uwe Seidel
Art Director, VOR

Die Umsetzung: Typisch untypisch auf allen Kanälen
Aus der Leitidee entstand eine Kampagne, die mit intelligenten, doppeldeutigen Botschaften und subtilem Wortwitz arbeitete. Die Mitarbeitenden standen dabei selbst im Mittelpunkt und verliehen den ungewöhnlichen Berufsvergleichen ein Gesicht. So wurde die Vielfalt ihrer Aufgaben greifbar, ohne den fachlichen Anspruch aus dem Blick zu verlieren.
Die Kampagne erschien auf City-Light-Postern, Litfaßsäulen, in Zeitungsanzeigen sowie auf Citycards und Tip-on-Cards. Ergänzend kam eine zurückhaltendere Gestaltungslinie zum Einsatz. Auf Facebook, Instagram und YouTube wurde die Idee filmisch fortgeführt. Mitarbeitende produzierten eigene Videoclips, die VOR redaktionell begleitete. Später rückten konkrete Stellenangebote stärker in den Fokus.
Parallel stärkte VOR mit der internen Kommunikation unter #zusammenstark das Miteinander innerhalb der Beratergruppe. Gemeinsame Veranstaltungen und freiwillige Markenbotschafter förderten den Austausch zwischen den Gesellschaften und machten den Gruppengedanken erlebbar.
Die HR-Kampagne sorgte intern wie extern für Gesprächsstoff und führte zu Bewerbungen, überwiegend von Quereinsteigenden. Zugleich wuchs im begleitenden Veränderungsprozess das Bewusstsein für die gemeinsamen Stärken der Beratergruppe.






