Sicher rein. Sicher durch.
Für GlobalFoundries Dresden entwickelte VOR ein digitales Sicherheitstraining, das komplexe Sicherheitsanforderungen für internationale Vertragsfirmen in acht Sprachen verständlich, interaktiv und praxisnah vermittelt.
Ergebnisse der Zusammenarbeit
- Didaktisch klarere Aufbereitung für nachhaltigeres Lernen
- Flexibles Schulungssystem mit editierbarer Struktur für spätere Anpassungen
- Folgeinteresse weiterer Bereiche am Standort an vergleichbaren Trainingsformaten

Der Kunde: Hightech, Präzision, Sicherheitsanspruch
GlobalFoundries Dresden ist einer der prägenden Halbleiterstandorte Europas. Am Standort arbeiten rund 3.000 Mitarbeitende aus 50 Nationen, gefertigt wird in einer hochkomplexen 300 Millimeter Produktion mit entsprechend hohen Anforderungen an Abläufe, Präzision und Sicherheit. Gerade in einem solchen Umfeld ist klar: Wer auf dem Gelände arbeitet, muss Regeln nicht nur kennen, sondern im richtigen Moment auch sicher anwenden können. Das gilt für eigene Teams ebenso wie für externe Vertragsfirmen.

Die Strategie: Ein Training, das nicht nur informiert, sondern hängen bleibt
Die Ausgangslage: Veraltet im Auftritt, zu schwach in der Vermittlung
Die Sicherheit eigener Mitarbeitender und externer Firmen hat bei GlobalFoundries Dresden höchste Priorität. Entsprechend zentral ist das Sicherheitstraining für alle Kontraktoren, die sich am Standort eigenständig bewegen dürfen. In seiner bestehenden Form war dieses Training jedoch inhaltlich wie optisch sichtbar in die Jahre gekommen. Ursprünglich sollten nur veraltete Videosequenzen ersetzt werden. Schnell wurde aber klar: Wenn dieses Format weiter tragen soll, braucht es keinen Austausch einzelner Teile, sondern einen kompletten Neuanfang.
Unser Ansatz:
Didaktik zuerst, Medien danach
Der strategische Kern lag nicht in hübscheren Screens, sondern in einer sauber gedachten Wissensvermittlung. Wir haben das Training deshalb von Grund auf als interaktives Lernerlebnis aufgebaut, mit klarer Struktur, nachvollziehbarer Dramaturgie und einem durchdachten Wechsel aus Text, Audio, Video und Wissenschecks. Entscheidend war dabei die Zielgruppe: Menschen aus sehr unterschiedlichen Gewerken, mit unterschiedlichen Sprachniveaus, Arbeitserfahrungen und Voraussetzungen. Genau deshalb musste das Training seriös sein, ohne trocken zu werden, und klar, ohne platt oder belehrend zu klingen.
Die Bedenken:
So ein Projekt baut man nicht mal eben nebenbei
Früh war allen Beteiligten klar, dass dieses Sicherheitstraining kein kleines Produktionsprojekt werden würde. Das didaktische Konzept, die inhaltliche Struktur, die visuelle Gestaltung, Filmdrehs, Sprachfassungen und technische Umsetzung griffen eng ineinander. Entsprechend wichtig waren regelmäßige Abstimmungen und kurze Entscheidungswege. Wo Unsicherheiten aufkamen, wurden sie offen angesprochen und gemeinsam gelöst. Genau das hat verhindert, dass sich Komplexität verselbstständigt.
Die Besonderheit: Keine Unfallshow, sondern klare Regeln mit Wirkung
Besonders war dieses Projekt gleich in mehrfacher Hinsicht. Beim Videodreh galten spezielle Sicherheitsvorschriften, etwa in sensiblen Produktionsbereichen und im Reinraum, was Planung und Umsetzung eng getaktet hat. Gleichzeitig sollten Verhaltensregeln und vermeidbare Risiken sichtbar werden, ohne Unfälle nachzustellen oder die Teilnehmenden mit erhobenem Zeigefinger anzusprechen. Dazu kam die internationale Zielgruppe: Das Training musste Menschen mit sehr unterschiedlichem fachlichem und sprachlichem Hintergrund gleichermaßen abholen. Genau diese Spannung hat das Projekt anspruchsvoll gemacht und interessant sowieso.

„Uns war wichtig, dass ein Pflichttraining nicht einfach nur absolviert wird, sondern wirklich verstanden wird. Genau das ist gelungen: Die Inhalte sind klarer, zugänglicher und für unsere internationalen Vertragsfirmen deutlich besser nachvollziehbar.“
Arbeitsschutz-Team
GlobalFoundries Dresden


Die Umsetzung: Von der Feinkonzeption bis zur Plattform einmal komplett neu
Die Umsetzung war dicht, konzentriert und in Teilen echtes Neuland. Für die Filmsequenzen standen drei aufeinanderfolgende Drehtage zur Verfügung, also musste im Vorfeld jedes Zeitfenster, jeder Drehort und jede beteiligte Person sitzen. Parallel entstand die Feinkonzeption dafür, welche Inhalte am besten über Text, Audio, Video oder Testfragen vermittelt werden. Auch technisch war das Projekt ein Entwicklungsschritt: Mit Articulate Storyline wurde eine für die Agentur neue Software erschlossen, ergänzt um ein neues Schulungssystem, das die externe Durchführung des Trainings ermöglicht. Für die mehrsprachige Ausspielung wurden die deutschsprachigen Filmszenen KI gestützt übersetzt und eingesprochen, inklusive Prüfung durch Muttersprachler.

„Dieses Projekt war echte Pionierarbeit – und das in vielerlei Hinsicht. Technik, Funktionalität, Organisation, Struktur, Didaktik, Gestaltung – alle Faktoren mussten ineinandergreifen und aufeinander abgestimmt werden. Für mich war die Umsetzung mit einer zuvor nie genutzten Software besonders herausfordernd. Die Strategie hieß "learning by doing" und hat mir gezeigt, dass das Erkunden vom sprichwörtlichen Neuland sehr reizvoll sein kann.“
Uwe Seidel
Art Director, VOR






